Verkehr ist Klimakiller

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Der Straßenverkehr ist der einzige Bereich, in dem der Ausstoß von Klimagasen weiter steigt. Auch das Überangebot der Kurzstreckenflüge steht in der Kritik.

Während die schädlichen Emissionen der Energieerzeugung, der Industrie, der Landwirtschaft und der privaten Haushalte zurückgehen, sind die des Verkehrs von 1990 bis 2014 um 0,6 Prozent gestiegen. Mit einem Anteil von 18 Prozent an allen CO²-Emissionen gehört der Verkehrssektor zu den größten Klimakillern im Land. Bei PKW ist der Trend zu vielen PS ungebrochen und immer mehr Güter werden auf LKW transportiert. Der Lastenverkehr ist von 2000 bis 2013 um 31 Prozent gestiegen.

Das Umweltbundesamt fordert daher, dass mehr Gütertransport auf Schienen und Schiffe verlagert wird. Fast 150.000 innerdeutsche und grenzüberschreitende Flüge könnten sofort durch die Schiene ersetzt werden, mittelfristig weitere 50.000. Allerdings müsse die Bahn in Sachen Komfort, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zulegen. Es gibt Riesenüberkapazitäten im deutschen Flughafennetz, bestätigt auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Der Kerosinverbrauch pro Passagier und Kilometer liege – trotz Verbesserungen – immer noch 16 Mal so hoch wie der Treibstoffverbrauch bei der Bahn.

Umwelt- und Lärmschutzverbände haben ein Konzept vorgelegt, das allerdings vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft für nicht tragfähig gehalten wird. Die im internationalen Wettbewerb stehenden Luftfahrtunternehmen wären damit im Wettbewerb deutlich benachteiligt und nicht lebensfähig.

 

Quelle: Westerwälder Zeitung, 05.08.2015

 

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Vidal

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