Sind die Meere doch nicht leer gefischt?

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Das weltweite Fischvorkommen ist zehn Mal größer als bislang angenommen. Das berichtete der Deutsche Fischerei-Verband (DFV) unter Berufung auf das Fachblatt „ScienceDaily“.

Erstmals haben spanische Wissenschaftler mit Echoloten systematisch die mesopelagische Fischfauna in Wassertiefen von 200 m bis 1000 m untersucht und große Funde entdeckt. Das Fachjournal berichtet, dass diese Vorkommen 95 Prozent der globalen Fisch-Biomasse umfassten und weitgehend unbefischt seien. Kann es also Entwarnung geben bezüglich der Hiobsbotschaften von geplünderten und leer gefischten Ozeanen?

Der Generalsekretär des Deutschen Fischerei-Verbandes, Peter Breckling, jedenfalls bestätigt, dass diese neuen Daten die Alarm-Meldungen widerlegen. Zwar sei es unstrittig, dass es regionale Bewirtschaftungsfehler bei der Nutzung bestimmter Fischbestände gebe. Diese Fehler würden mit wachsendem Erfolg korrigiert, betonte Breckling. Nach amtlichen Mitteilungen der Europäischen Kommission sei der Anteil nachhaltig genutzter Bestände im Nord-Ost-Atlantik einschließlich der Nord- und Ostsee in sieben Jahren von 6 % auf mehr als 60 % gestiegen. Diese großen Erfolge seien durch konsequentes Management mit Langzeitplänen, Kontrollen und wirksamen Strafen erreicht worden.

Die neuen Daten über die globale Fisch-Biomasse zeigten auch, dass es noch gigantische Reserven an hochwertigem tierischem Protein gebe, die bisher ungenutzt geblieben seien.

 

Quelle: FAZ, schweizer-bauer.ch  |  Foto: photodune

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Vidal

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