Schmetterlinge in Rheinland-Pfalz durch den Klimawandel bedroht

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Noch vor 40 Jahren war der „Silberfleck-Perlmutterfalter“ (Boloria euphrosyne) in Mittelgebirgen wie dem Westerwald, Taunus, Hunsrück oder der Eifel verbreitet. Heute kommt er nur noch an wenigen Stellen im Soonwald vor und gilt als „vom Aussterben bedroht“. Der Falter lebt vorwiegend in feucht-kühlen Mittelgebirgslagen und hat Probleme mit ansteigender Wärme und Trockenheit.

Den aktuellen Zustand sowie die Entwicklung der Schmetterlingsfauna dokumentiert die Neufassung der „Roten Liste der Großschmetterlinge in Rheinland-Pfalz“. Sie wurde vom Ministerium für Umwelt Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten (MULEWF) in Auftrag gegeben und von Schmetterlingskundlern erarbeitet.  Die Liste behandelt alle 1116 bisher bekannten Großschmetterlingsarten des Landes und stellt Verluste von heimischen und die Zuwanderung bislang unbekannter Arten fest.

Schmetterlinge zählen zu den vielfältigsten Tiergruppen. Auf Veränderungen in der Natur reagieren sie sensibel und erfüllen damit eine wichtige, ökologische Funktion. An ihrem Beispiel werden die lokalen Auswirkungen des Klimawandels deutlich.

 

Quellen: Westerwälder Zeitung, sgd nord, 15.02.2016

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Vidal

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