Nach dem Fish Independance Day bleibt die deutsche Kühltheke leer

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Am 6. April war in diesem Jahr für die heimischen Fischer bereits Schluss mit legalen Fangmöglichkeiten in EU-Gewässern. Denn zu dem Zeitpunkt hatte der Pro-Kopf Verbrauch der Deutschen mit 15 Kilo bereits die Grenze erreicht. 

Statistisch gesehen ist Deutschland ab diesem Zeitpunkt auf den Import von Fisch und Meeresfrüchten angewiesen. Der sogenannte „Fish Independance Day“ konnte vor zwei Jahren im Kalender noch zwei Wochen später verzeichnet werden. Dies besagt der jährlich aktuelle Bericht der englischen New Economics Foundation (nef), die das Maß der Selbstversorgung für die EU-Staaten ermittelt.

Die europaweite Ocean2012-Allianz forderte die Bundesregierung auf, mit der zügigen Umsetzung der reformierten Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) den Wiederaufbau und die nachhaltige Bewirtschaftung der Fischbestände in der EU zu gewährleisten. Ziel ist es, den Fish Independance Day möglichst weit in Richtung Jahresende zu schieben.

Nur mit gesunden, ausreichend großen Fischbeständen kann die Abhängigkeit von oft zweifelhaft nachhaltigen Fischimporten verringert werden. Die EU und Deutschland seien – als weltgrößter Importmarkt für Fisch – für die Überfischung der Meere mit verantwortlich, sagen Fischereiexperten von Brot für die Welt.

 Quelle: Slow Food | Foto: Photodune

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Vidal

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