Illegaler Kaviarhandel in Russland gefährdet den Stör

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Er gilt als das teuerste Lebensmittel der Welt, der schwarze Beluga-Kaviar, gewonnen aus den Eiern der Störe. Rund 80 Prozent des Kaviars in Russland stammen aus illegalen Quellen.

Die ZDF-Sendung „Heute in Europa“ berichtete am 31.07.2015 über die Kaviar Connection.

Mit strengen Gesetzen versucht Russland, die letzten wilden Störe in der Wolga und dem Kaspischem Meer zu retten. Doch Recherchen von „planet e.“ und WWF zeigen: Der illegale Handel geht weiter. Zu viel Geld lässt sich mit den wertvollen Fischeiern verdienen.

Denn Kunden fragen gezielt nach gewildertem Kaviar. „planet e.“ und die WWF-Aktivistin Jutta Jahrl haben in Russland nachgeforscht: Wo kommt der illegale Kaviar her? Und welche Wege nimmt er? Man traf Wilderer im Wolga-Delta, dubiose Händler in Astrachan und Moskau ‒ aber auch ganz legale Züchter und engagierte Artenschützer.

Das Problem: Die Aufzucht von Stören in Aquafarmen ist aufwändig und dadurch sehr teuer. Gewilderter Kaviar kann oft billiger angeboten werden. Zudem hält sich hartnäckig der Glaube, dass Kaviar von wilden Stören besser schmecke. Eine Legende, gegen die auch deutsche Händler und Züchter seit Jahren ankämpfen.

Letztlich lässt sich der Stör wohl nur retten, wenn Kunden ganz auf Kaviar aus Aquazucht umsteigen. 250 Millionen Jahre hat der Ur-Fisch auf der Erde überlebt ‒ am Ende könnte der Mensch diesen lebenden Dinosaurier in kürzester Zeit ausgelöscht haben.

 

Quelle: ZDF.de

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Vidal

Feinster frischer Fisch, nicht nur Lachs, wöchentlich aus den kalten Nordmeeren in den Westerwald geliefert. Sorgfältig und mit handwerklich höchsten Ansprüchen verwandelt in eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen.

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