Illegaler Handel mit Blauflossen-Thunfisch

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Mindestens 3000 Kilogramm illegal gehandelter Blauflossen-Thun ohne die gesetzliche Fangdokumentation (ICCAT-Zertifikat) kommen jede Woche aus Malta und Griechenland nach Deutschland. Dies berichtet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Die größten illegalen Thunfischmärkte in Europa liegen in Deutschland und UK. Die belgische zuständige Behörde bittet jetzt um Amtshilfe. Sie teilt mit, dass der Transport meistens per Landweg von Griechenland, insbesondere in den Süden Deutschlands, stattfindet. Außerdem per Flugzeug aus Malta über die Flughäfen Frankfurt, München oder Berlin. In den Lieferdokumenten wird statt ‚Blauflossen-Thun‘ die Bezeichnung ‚frischer Fisch‘ oder ‚Tuna Alalunga‘ angegeben. Die Exporteure von illegalem Thunfisch sind sogar bekannt. Der größte ist die Firma Malta Fish Farmin, die insgesamt 5000 Kilogramm pro Woche nach Deutschland und UK verkauft.

Der Sachverhalt dauert bereits einige Jahre an. Die Behörden in Griechenland und Malta wurden mehrere Male kontaktiert, Maßnahmen wurden aber nicht ergriffen. Die ‚Internationale Schutzkommission für den Thunfisch im Atlantik‘ (International Commission for the Conservation of Atlantic Tunas – ICCAT) wurde informiert.

Die belgische Kontaktstelle bittet die betroffenen Mitgliedstaaten, die Angaben zu überprüfen.

 

Quelle: Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels 17/2016

 

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