Hier landen die Lebensmittelsünden

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Verdorbene Lebensmittel, mangelnde Hygiene und Produktfälschungen – hier landen die Lebensmittelsünden

In Bad Kreuznach gehen die Staatsanwälte den Verstößen bei Hygiene, Herstellung und Kennzeichnung von Lebensmitteln nach. Die Landeszentralstelle für Wein- und Lebensmittelverstöße erhält die Hinweise von den Kontrolleuren, die im Land die Restaurants, Supermärkte und Hersteller prüfen. Dies sind derzeit 26 Wein- und 120 Lebensmittelkontrolleure. Sie haben den unangenehmeren Part und müssen schon mal Schimmelteppiche, offene Abfallsäcke neben frischem Brot und vergammelte, übel riechende Nahrungsmittel ertragen.

Doch zum Glück ist Rheinland-Pfalz statistisch gesehen auf einer Insel der Glückseligen, denn die Verfahren wegen Lebensmittelverstößen stagnieren bei ca. 350 Fällen pro Jahr. Und gesundheitliche Gefährdungen sind meist nicht das Thema. Es geht oft schlicht um Betrug. Da wird zum Beispiel Käse über Qualität gekennzeichnet. Zwei Drittel der Fälle sind Verstöße gegen das Weinrecht, kein Wunder bei 14.000 Winzerbetrieben im Land. Wenn die Ernte nicht ausreicht, um die Nachfrage zu decken, wurde schon mal Wein billig zugekauft, eine Prüfnummer selbst erteilt und ein hochwertiges Etikett gedruckt. Wie der Châteauneuf-du-Pape eines Koblenzer Händlers, der die „Raritäten aus dem Rhône-Tal“ kistenweise übers Internet verkaufte. Er war durch einen Zufall aufgeflogen. Die Geschädigten schweigen oft – denn welcher Weinkenner gibt schon gerne zu, dass er sich an der Nase hat herumführen lassen?

Quelle: Rhein-Zeitung 29.04.2014

Über Vidal

Vidal

Feinster frischer Fisch, nicht nur Lachs, wöchentlich aus den kalten Nordmeeren in den Westerwald geliefert. Sorgfältig und mit handwerklich höchsten Ansprüchen verwandelt in eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen.

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