EU will Quecksilber-Höchstwerte für Raubfische erhöhen

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Damit mutet sie Verbrauchern eine deutlich höhere Dosis des Nervengifts zu. Die Verbraucherorganisation „Foodwatch“, der ein entsprechendes Arbeitspapier der EU vorliegt, kritisierte die Pläne scharf.

Die Quecksilber-Höchstwerte für Fische am Ende der Nahrungskette, wie Thun- oder Schwertfisch, sollen aus „wirtschaftspolitischen Gründen“ von einem auf zwei Milligramm Quecksilber je Kilogramm Fisch verdoppelt werden. Mit dieser Regelung wären dann nur noch 14,5 Prozent der Fänge unverkäuflich.

Quecksilber ist ein für Menschen hochgiftiges Schwermetall, das sich über die Nahrungskette vor allem in Raubfischen stark anreichert. „Risiken und Nebenwirkungen verfehlter Industrie- und Umweltpolitik werden mit voller Wucht an Schwangere und Kleinkinder weitergereicht“, erklärte Matthias Wolfschmidt von „Foodwatch“. Denn bereits geringe Mengen können besonders bei Ungeborenen Schädigungen des Nervensystems verursachen. Quecksilber gelangt vor allem durch die Kohleverbrennung in die Umwelt.

Im vergangenen Jahr zählte Quecksilber in Fisch bereits zu den europaweit am häufigsten gemeldeten Gesundheitsrisiken im EU-Warnsystem RASFF. „Foodwatch“ ruft nun zum Protest gegen die Pläne der EU auf.

 

Quelle: Bundesverband der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels 54/2015

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