Der deutsche Siegel-Dschungel stiftet Verwirrung

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400 verschiedene Label sollen für bessere Information, höhere Transparenz und verlässliche Qualitäts-Standards sorgen. Dies ist ein Widerspruch in sich, denn wer blickt bei der Vielzahl noch durch?

Die unabhängige Verbraucherschutz-Organisation „Verbraucher-Initiative e.V.“ unterscheidet zwischen Gütezeichen, Prüfzeichen, Umweltzeichen, Regionalzeichen, Test-Labeln und Eigenmarken. Gut 50 verschiedene Siegel existieren zum Thema Nachhaltigkeit. Dazu muss nach dem Drei-Säulen-Modell differenziert werden: Ökologische Nachhaltigkeit will Umwelt und Natur schützen (zum Beispiel „Demeter“), ökonomische Nachhaltigkeit sorgt sich um wirtschaftliche Ressourcen und eine breite Basis für Wohlstand (zum Beispiel „Fair Trade“) und soziale Nachhaltigkeit will im Einvernehmen mit allen sozialen Kräften die Lebensqualität der Gesellschaft sichern (zum Beispiel „CSR-Tourism“).

 

Neben den wenigen staatlich kontrollierten Siegeln, wie dem EU Bio-Siegel für Öko-Lebensmittel oder dem „Blauen Engel“, besteht die aktuell herrschende Siegelflut vor allem aus von Herstellern und Privatorganisationen selbst entwickelten Biolabeln sowie öffentlichen und privaten Auszeichnungen rund um Nachhaltigkeit. Diese Siegel geben dennoch einen gewissen Überblick und machen zumindest Arbeitsweisen, Ziele und Erfolge transparent und differenzierbar.

 Quelle: Die Welt  | Foto: photodune

Über Vidal

Vidal

Feinster frischer Fisch, nicht nur Lachs, wöchentlich aus den kalten Nordmeeren in den Westerwald geliefert. Sorgfältig und mit handwerklich höchsten Ansprüchen verwandelt in eine Vielzahl von Geschmackserlebnissen.

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