Das unheimliche Sterben der Seesterne

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Millionen von Seesternen verenden seit Monaten vor der Pazifikküste Nordamerikas. Das Phänomen, das die Wissenschaftler ratlos macht, heißt „Sea Star Wasting Syndrome“ und ist in diesem Ausmaß noch nie dagewesen.

Die wenigen noch lebenden Tiere sind von weißen Narben übersät und lösen sich innerhalb weniger Tage einfach auf. In den vergangenen Jahren hatten sich einige Seesternarten  noch  explosionsartig vermehrt. Ließen sich frühere ähnliche Ereignisse auf einen Anstieg der Wassertemperatur zurückführen, breitet sich jetzt die Krankheit immer weiter aus, auch geographisch, obwohl längst die Kaltwasser-Periode eingetreten ist. Über ein Dutzend Forschungseinrichtungen arbeiten an der Aufklärung des Massensterbens. Bis jetzt deutet das Ausbreitungsmuster auf einen pathologischen Mikroorganismus hin, erklärte ein Veterinär-Mediziner der Vancouver Aquarien. Für fundierte Aussagen sei es jedoch zu früh. Es könne sich auch um eine natürliche Folge der Überpopulation der letzten Jahre handeln, die den Meerestieren die Lebensgrundlage entzogen hat.

Es wird weiter geforscht. In jedem Fall wird das Sterben der Seesterne die Ökosysteme der nordamerikanischen Pazifikküste beeinflussen. Wie und in welchem Ausmaß ist noch nicht bekannt.

 Quelle: Fischmagazin Online |  Foto: fotolia.de

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Vidal

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