Aalbestand im Rhein stabilisiert mit 60.000 jungen Aalen

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Zwischen Linz und Koblenz setzten Fischereiexperten der SGD Nord (Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord, Koblenz) die ca. 10 cm kleinen quirligen Aale in den Rhein aus. Diese Aktion soll helfen, den Bestand der Aale zu erhalten. 85.000 € gibt das Land jährlich aus, um Aale in Rhein, Mosel und in der Saar auszusetzen.

Die weltweit vom Aussterben bedrohte Art hat viele Gefahren zu überstehen: Den weiten Weg, den die in der Sargasso-See, in der Nähe der Bermudas im Atlantik, geschlüpften Aale nehmen müssen, schaffen nicht allzu viele. Gründe hierfür sind neben den natürlichen Feinden wie Kormorane, Wels, Zander und Hecht die Schadstoffbelastung. Außerdem ist die fehlende Durchlässigkeit der Nebenflüsse des Rheins ein Problem; die Mosel beispielsweise verfügt über viele Schleusen, die den wandernden Aalen den Weg erschweren. Darauf verweist auch der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND).

Die jetzt ausgesetzten Aale waren als geschlüpfte Larven, die sogenannten „Glasaale“, drei Jahre mit dem Golfstrom an europäischen Küsten unterwegs. Dann wurden sie eingefangen und in einer Aquakultur-Anlage in Dänemark aufgepäppelt, um für das Leben im Rhein gewappnet zu sein. In 10 bis 15 Jahren werden die überlebenden Aale wieder den Rückweg in die tausende Kilometer entfernte Sargasso-See antreten, um zu laichen –  ein Naturwunder, wie auch bei den Lachsen, die tausende Kilometer von ihren Geburtsgewässern in den Ozean und wieder zurück wandern!

 

Quelle: Rhein-Zeitung, 12.06.2014

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